Stellungnahme der Regio Infra Nord-Ost zur Streikankündigung der EVG

Stellungnahme der Regio Infra Nord-Ost zur Streikankündigung der EVG

Putlitz, 13. Januar 2026. Die Regio Infra Nord-Ost GmbH & Co. KG. (kurz RIN) sieht die aktuelle Streikankündigung der EVG mit großer Kritik. Aus unserer Sicht ist der angekündigte Arbeitskampf in der jetzigen Phase der Tarifverhandlungen überzogen und nicht verhältnismäßig.

Trotz laufender Verhandlungen hat die Gewerkschaft nicht auf wiederholte Versuche des Arbeitgebers reagiert, die Gespräche fortzusetzen. Stattdessen werden Fundermentalpositionen vertreten, die eine konstruktive Annäherung erschweren.

Dabei hat die RIN bereits vier verbesserte Angebote vorgelegt, dagegen kein einziges Gegenangebot von der EVG erhalten. Das Angebot der RIN ist tragfähig, berücksichtigt sowohl das Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch die des Arbeitgebers und stellt einen fairen Kompromiss dar, auch unter Einbeziehung der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund halten wir die öffentliche Darstellung der EVG für unbegründet und in Teilen sachlich falsch.

Insbesondere distanzieren wir uns ausdrücklich von der Entscheidung, den Warnstreik ausgerechnet in den Morgenstunden stattfinden zu lassen. Es trifft damit bewusst vor allem Pendlerinnen und Pendler sowie den Schülerverkehr und belastet damit genau diejenigen, die auf einen verlässlichen Bahnverkehr angewiesen sind. Nachdem sich die Verkehre nach dem Wintereinbruch des vergangenen Wochenendes gerade erst wieder stabilisieren, werden sie nun erneut ausgebremst. 

Die RIN ist jederzeit bereit, die Verhandlungen fortzusetzen. Wir fordern die EVG nachdrücklich auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und konstruktiv an einer Lösung mitzuwirken – im Sinne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unseren Kundinnen und Kunden.

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